Als Hans Kammerlander am 3. Januar
2012 den Gipfel des Mount Tyree (4.852 m) in der Antarktis
bestieg, war er sich eigentlich sicher, dass er sein Projekt der
„Seven Second Summits“, die Besteigung der zweithöchsten Gipfel
aller Kontinente, erfolgreich abgeschlossen hat. Doch in der
Folgezeit kamen Zweifel am Gipfel-Erfolg auf dem Mount Logan
auf. Diese Zweifel haben inzwischen ein großes mediales Echo
gefunden und für eine lebhafte Diskussion im Internet gesorgt.
Hans Kammerlander äußerst sich dazu nun erstmals in einer von
ihm persönlich autorisierten
Stellungnahme.
Hans Kammerlander hat aufgrund der
Irritationen entschieden, im Mai 2012 erneut zum Mount Logan zu
reisen, um sich direkt vor Ort ein Bild der Situation zu machen.
Sollte er dabei feststellen, dass er im Mai 2010 tatsächlich
nicht den Hauptgipfel erreicht hat, will er sofort einen Versuch
unternehmen, diesen Fehler zu korrigieren. Hans Kammerlander
legt ausdrücklich wert auf die Feststellung, dass er nicht
absichtlich einen falschen Gipfel bestiegen habe. „Wir hatten an
diesem Tag gutes Wetter und Zeitreserven. Es wäre leicht möglich
gewesen, auch jeden anderen der vielen Gipfel zu besteigen,
zumal sie sich alle nicht wesentlich in der Höhe unterscheiden
und keine extremen Schwierigkeiten aufweisen“, erklärt
Kammerlander und bedauert, dass die öffentliche Diskussion in
einer teilweise beleidigenden Art und Weise geführt wird.
Mount Tyree 4.852m "Dieser Berg muss im 4. Schwierigkeitsgrad geklettert
werden, dazu kommen 2.200 Höhenmeter über eine blanke Eisflanke,
die Hans am Aufstiegstag bei Wind und extremer Kälte zu
bewältigen hatte" weiß sein Manager Sigi Pircher zu berichten.
Nach der erfolgreichen Besteigung hat sich Hans Kammerlander
"müde, aber sehr entspannt" am Telefon gemeldet.
Die Alpinisten wollen sogar noch einige Klettertouren in der
Antarktis anhängen. Die Rückkehr ist spätestens am 26. Jänner
geplant, möglicherweise aber auch früher.
Mount Tyree 4.852m
Hans Kammerlander
Hans Kammerlander wird am 25. Dezember
2011 zur letzten Herausforderung
im Rahmen seines „Seven Second Summits“ Projekt in die Antarktis
aufbrechen. Das Ziel ist der 4.852m hohe Mount Tyree. Hans wird
mit 2 Österreichischen Alpinisten diese Expedition bestreiten.
Das
Trio plant, über die Ostflanke des seit 14 Jahren unbestiegenen
Mount Tyree aufzusteigen und die Expedition mit einem 240 km
langen Rückmarsch durch das Ellsworthgebirge zu beenden.
Hans Kammerlander verfolgt wie bereits bekannt das Ziel, als
erster Mensch auf allen zweithöchsten Bergen der sieben
Kontinente gestanden zu haben.
Hans könnte sich bei einem Erfolg in der Antarktis am Mount
Tyree bereits diese "Seven Second Summit" - Krone aufsetzen.
Dieses Ziel wird ja bereits Weltweit von mehreren Alpinisten
ebenso verfolgt.
Der einsame Riese – Mount Tyree 4.852m
Seit seiner Erstbesteigung im Jahr 1967 durch John Evans and
Barry Corbet standen bis heute erst sieben Menschen auf dem 4852
Meter hohen Berg. Die letzte erfolgreiche Expedition brachte
Conrad Anker and Alex Lowe 1997 auf dem Gipfel des
Antarktis-Riesen. Von den technischen Anforderungen her, gilt
der Mount Tyree weit schwieriger zu besteigen als der Primus des
antarktischen Kontinents, der Mount Vinson (4.892 m). Eine
Eigenheit, die der Zweite mit den anderen Gipfeln der "Seven
Second Summits" teilt.
Hans Kammerlander und Bergkamerad
und –freund Toni Mutschlechner haben am 18. April 2011
den 4730 m hohen Puncak Trikora in Indonesien,
über eine teilweise neue Route durch die Nord-Ost-Wand bestiegen.
Einige Impressionen vom Puncak
Trikora 4730 mt.
Am 11. April 2011 sind der Südtiroler
Extrembergsteiger Hans Kammerlander und sein Freund und
Bergkamerad Toni Mutschlechner aus Bruneck zur nächsten
Expedition aufgebrochen. Ziel ist diesmal der 4730 m hohe
Puncak
Trikora in Indonesien, im Rahmen des SevenSecondSummit
Projektes. Die beiden Südtiroler sind mittlerweile am
Ausgangspunkt der Expedition angekommen. Aufgrund der schlechten
Funk- und Internetverbindungen gibt es zur Zeit noch keine
weiteren Informationen. Im Moment herrscht im Gebiet rund um den
Puncak Trikora Dauerregen, der Urwald, der durchquert werden
muss, ist sumpfig und nass.
EXPEDITIONSBERICHT MOUNT KENIA 5199 m - OKTOBER 2009
Am 10. Oktober sind
Extrembergsteiger Hans Kammerlander und Bergführerkollege Konrad
Auer nach Kenia aufgebrochen, um den 5.199 m hohen Mount Kenia zu
besteigen. Am Samstag, 17. Oktober um 13:00 Uhr Ortszeit ist den
beiden Südtirolern die erfolgreiche Besteigung gelungen. Die
Bedingungen waren nicht sonderlich günstig, da im Gebiet des Mount
Kenia bereits Regenzeit herrscht. Der Berg wurde über die
technisch schwierige Ostflanke bestiegen. Die Wand war verschneit,
was den Aufstieg deutlich erschwerte.
Die beiden Alpinisten sind wieder wohl behalten am Fuße des Mount
Kenia angelangt und werden in den nächsten Tagen nach Nairobi
zurückkehren.
EXPEDITIONSBERICHT OJOS DEL SALADO 6893 m - APRIL 2009
Am 1. April ist Hans Kammerlander
gemeinsam mit Bergkamerad und -freund Toni Mutschlechner aus Bruneck zum
Ojos del Salado (6.893m) aufgebrochen, dem zweithöchsten Berg in
Südamerika. Hier beginnt er sein nächstes Projekt, die Besteigung des
jeweils zweithöchsten Berges auf jedem Kontinent. In den nächsten beiden
Jahren möchte der Südtiroler Extrembergsteiger alle SecondSevenSummits
besteigen. Der Ojos del Salado befindet sich zwischen Argentinien und
Chile und ist dem höchsten Berg Südamerikas, dem Aconcagua sehr ähnlich.
Durch seine exponierte Lage in der Atacama Wüste ist der Gipfel des Ojos
del Salado selten von Schnee bedeckt. Er ist der höchste Vulkan der
Welt, da aber keine Ausbrüche dokumentiert sind, gilt er als ruhend.
Zeitweise wurde aber von Gasaktivitäten berichtet, bei denen Wasser- und
Schwefeldämpfe austraten. Der Ojos del Salado ist ein leichter Berg und
eignet sich perfekt als Vorbereitung für den nächsten Gipfel, den Hans
Kammerlander Mitte Mai ansteuern wird und zwar den Mount Logan (5956m)
in Alaska.
Mittwoch, 08. April
Hans Kammerlander und Toni Mutschlechner befinden sich auf dem Weg zum
Gipfel des Ojos del Salado (6.893m). Das Wetter ist schön und die beiden
Südtiroler Bergsteiger werden versuchen, den Gipfel zu erreichen.
Pressebericht "Dolomiten" vom Samstag, 12. April
... und dann waren es noch fünf
Chile/Ahornach - Am 1. April ist Hans Kammerlander gemeinsam mit seinem
Brunecker Freund Toni Mutschlechner zum Ojos del Salado (6893m), dem
zweithöchsten Berg in Südamerika, aufgebrochen. Es ist dies der Beginn
seines neuesten Projektes, die jeweils zweithöchsten Gipfel aller
Kontinente zu besteigen. Am Mittwoch um 12 Uhr Ortszeit standen die
beiden Pusterer am Gipfel.
Martin Tinkhauser (mt)
"Es war keine echte Herausforderung sondern einfach eine anspruchsvolle
Tour", berichtet Kammerlander am Donnerstag Abend im Basislager über die
Gipfelbesteigung. Gut fünf Stunden hatten die beiden Pusterer gebraucht,
den Berg zu besteigen.
Der Ojos del Salado ist mit einer Höhe von 6893 Metern der höchste
Vulkan der Erde und der zweithöchste Berg von Amerika. Die
Erstbesteigung erfolgte 1937 durch eine polnische Expedition.
Anders als bei vielen seiner 8000-er-Expeditionen hatte Kammerlander am
Mittwoch optimales Wetter. Mutschlechner zog sich bei der Expedition
eine einer Schneeblindheit ähnliche Augenerkrankung zu, konnte den
Aufstieg aber trotzdem in kürzester Zeit durchziehen. Schon am
Ostermontag möchten Kammerlander und Mutschlechner wieder zurück im
Pustertal sein.
Mit dem Ojos del Salado hat Kammerlander schon den zweiten Gipfel der
sieben zweithöchsten Berge der Kontinente bestiegen. Den K2 hatte er
bereits vor Beginn dieser Expedition bestiegen.
Als größte Herausforderung der noch verbliebenen fünf Gipfel und der
gesamten Expeditionstour bezeichnet Kammerlander selbst den nächsten
Gipfel im Programm, den 5959 Meter hohen Mt. Logan in Alaska. Es ist der
zweithöchste Gipfel Nordamerikas und Kammerlander möchte ihn mit Skiern
abfahren. "Im Unterschied zum Ojos del Salado ist der Alaska-Gipfel eine
echte Expedition", sagt Kammerlander. Diese Expedition muss auch
entsprechend vorbereitet werden, sodass der Ahornacher Extrembergsteiger
mit dem Start Mitte Mai und einer knapp einmonatigen Dauer rechnet.
"Der größte Unterschied zu den großen Gipfeln der Welt ist die
Einsamkeit", erzählt Kammerlander abschließend. Die sieben zweithöchsten
Berge sind den meisten Bergsteigern einfach zu "unspektakulär", sodass
die beiden Pusterer und ihr Sherpa bei ihrer Tour in der Atacama-Wüste
an der Grenze zwischen Argentinien und Chile praktisch in einer
menschenleeren Stille unterwegs waren, "wo nichts außer dem Geräusch der
Wüstenwinde zu hören war", erzählt Kammerlander.